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Ursprünglich 1995 gegründet als Steinbeis-Transferzentrum für Aerodynamik, Flugzeug- und Leichtbau (STZ-AFL) innerhalb des Verbundes der Steinbeis Stiftung für Wirtschaftförderung ist daraus Ende 2007 die Steinbeis Flugzeug- und Leichtbau GmbH (SFL GmbH) entstanden. Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der SFL GmbH ist Prof. Rudolf Voit-Nitschmann. Durch seine langjährige Tätigkeit in der Luftfahrtindustrie in leitenden Positionen sind ihm die Bedürfnisse sowohl der Groß- als auch der Mittelständischen Industrie bestens bekannt. Herausragende Projekte seiner 35-jährigen Berufstätigkeit sind das Entenmotorflugzeug Speed-Canard, der Eurotrainer, Grob G-150T und während seiner Zeit bei der Dornier Luftfahrt GmbH die Mitwirkung am Projekt A 300-600 Beluga sowie die Do 328. Auch während seiner Forschertätigkeit an der Universität Stuttgart entstanden unter seiner Leitung wegweisende Projekte wie das Solarflugzeugprojekt icaré und das Elektroflugzeug e-Genius.

 

Seit Herbst 1997 steht ihm Dipl.- Ing. Berthold Karrais als Partner und Gesellschafter zur Seite. In seinem bisherigen beruflichen Werdegang hat er sich umfassend mit der Konstruktion, Zulassung und Entwicklung von Faserverbundflugzeugen beschäftigt. Die bedeutendsten Projektbeispiele sind die Motorsegler Piccolo und Carat sowie zahlreiche, teilweise patentierte Propellerentwicklungen für Motorsegler.

Dipl.-Ing. Berthold Karrais
Dipl.-Ing. Werner Scholz

Im Juli 2015 wurde Dipl.-Ing. Werner Scholz zum weiteren Geschäftsführer ernannt, um die Geschäftsleitung bei der Koordination der zahlreichen Projekte zu unterstützen. Werner Scholz war maßgeblich am Solarflugzeugprojekt icaré beteiligt und zuletzt als Chefkonstrukteur bei Rolladen-Schneider Flugzeugbau (LS-Segelflugzeuge) tätig. Er ist seit 2003 Mitglied unseres Ingenieur-Teams. Werner Scholz zeichnet sich ebenfalls aus durch umfassende Erfahrungen in der Entwicklung und Zulassung von Luftfahrzeugen.

Als Projektleiter und Mitarbeiter sind an der SFL GmbH mehrere erfahrene Diplom-Ingenieure und Techniker der Fachrichtungen Luft- und Raumfahrttechnik und Elektrotechnik tätig. Sowohl die Firmenleitung als auch die meisten Mitarbeiter sind selbst fliegerisch aktiv. Durch die Leitung der SFL GmbH und in Personalunion die Tätigkeit als Professor (emeritiert) am Institut für Flugzeugbau der Universität Stuttgart können Ressourcen und prüftechnische Anlagen der Universität Stuttgart durch die SFL GmbH genutzt werden. Professoren der Fakultät Luft- und Raumfahrttechnik sowie Mitarbeiter des Instituts für Flugzeugbau der Universität Stuttgart stehen im Rahmen von Auftrags- und Nebentätigkeiten der SFL GmbH zur Verfügung. Durch die enge Vernetzung mit der Universität Stuttgart und durch die Beteiligung der SFL GmbH an gemeinsamen Forschungsvorhaben ist der direkte und nachhaltige Technologietransfer in idealer Weise gewährleistet. Dies ist ein Alleinstellungsmerkmal der SFL GmbH.

Insbesondere die mittelständische Flugzeugindustrie kann ihren derzeitigen Stand auf dem Weltmarkt nur durch die Anwendung neuester Technologien behaupten. Um diesen Stand zu wahren, sind umfangreiche entwicklungstechnische Ressourcen notwendig, die aus wirtschaftlichen Gründen nicht ständig bereitgestellt werden können. Vor allem die für Luftfahrzeuge notwendigen Muster-Zulassungen erfordern erfahrenes Personal und stellen eine große Herausforderung dar. Auch in der Großindustrie werden zunehmend Entwicklungsleistungen ausgegliedert, um den Spitzenbedarf abzudecken und um den Personalstamm möglichst gering zu halten.

An dieser Stelle setzt unser Dienstleistungsangebot an. Wir stellen unseren Kunden umfangreiches Know-How und Kapazitäten auf dem Gebiet der Entwicklung von Luftfahrzeugen und Leichtbaukomponenten in Faserverbund- Kunstoffbauweise (FVK) zur Verfügung. Aufgrund der langjährigen Projekterfahrungen können wir als „Generalisten“ komplette Flugzeugentwicklungen begleiten in den Kategorien CS 22, CS VLA, CS 23, LSA und auch unbemannte Flugzeugsysteme (RPAS).

Insbesondere Industriezweigen, die bislang auf die Einführung moderner Leichtbautechnologien wie z.B. der Faserverbundbauweise verzichtet haben, fehlt meist das geschulte und erfahrene Fachpersonal. Die Steinbeis- Flugzeug- und Leichtbau GmbH dient in diesen Fällen als Beratungszentrum und Ansprechpartner für die Entwicklung von Leichtbaukomponenten-Prototypen und für die Konstruktion von gefrästen Fertigungsformen.

Aufgrund der immer aufwändigeren Konstruktion, Auslegung und Zulassung von Luftfahrzeugen, sowie einem auch in der mittelständischen Maschinenbau- Industrie wachsenden Bedarf an Leichtbaukonstruktionen, besteht seit Jahren ein zunehmendes Interesse an den Transferleistungen der SFL GmbH.

Aufgrund der vorhandenen Fachkompetenz wurde die SFL GmbH Mitte 1996 vom Luftsportgeräte- Büro des Deutschen Aeroclubs (DAeC) als Musterprüfstelle für dreiachs-gesteuerte Ultraleichtflugzeuge beauftragt.

Last but not least vertritt die SFL GmbH seit 2005 die europäischen Segelflugzeughersteller bei der EASA und hält bei den Diskussionen zwischen Behörden und Herstellern auch engen Kontakt zu den ebenfalls betroffenen Luftsportverbänden in Deutschland und Europa.

Den Mitarbeitern stehen gut ausgestattete Büroräume und eine Prototypenwerkstatt inklusive Elektroniklabor zur Verfügung. Die SFL GmbH pflegt enge Kontakte zu versierten Faserverbund- Herstellungsbetrieben, so dass auf kürzestem Weg Entwicklungen in Serien- Bauteile umgesetzt werden können.